Selbstverständnis der muslimischen Notfallseelsorge

Wenn einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird – Seelsorgende in einem Kriseneinsatz versuchen den aus dem Leben Gefallenen wieder auf die Beine zu helfen und auf die Füße zu stellen – ein erster Schritt, sich selbst versorgen zu können und Herz und Seele wieder heilen zu lassen. Notfallseelsorge oder Notfallbegleitung ist Erste Hilfe für die Seele.

Die ersten Notfallseelsorge-Systeme entstanden 1991. Erstmals konnten Seelsorger*innen von der Polizei und den Rettungskräften zu Einsätzen gerufen werden. Seit einigen Jahren wird verstärkt die Einbeziehung von Muslim*innen in die Notfallseelsorge angestrebt. Das Mannheimer Institut für Integration und interreligiöse Arbeit e.V. organisierte bereits      2008  den ersten Ausbildungsgang Psychosoziale Notfallversorgung für Muslim*innen und hat von 2008 bis 2010 32 Notfallseelsorger*innen ausgebildet. Wir setzen diese Arbeit fort.

Muslimische Notfallseelsorge basiert auf dem muslimischen Selbstverständnis, dass es eine religiöse Pflicht ist, Menschen in Not helfend und stärkend zur Seite zu stehen. Verwirklicht wird dieser Einsatz durch psychosoziale und religiös-seelsorgerliche Betreuung. Diese Betreuung wird wegen der starken Heterogenität der muslimischen Bevölkerung hinsichtlich Herkunft und Sprache  noch durch breite Sprachkenntnisse der Seelsorgenden und eine intensive Kenntnis des je nach Herkunftsland unterschiedlichen Hintergrundes ergänzt.

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