Vom Start 2008 bis ins Jahr 2020

Die in den Jahren 2008 bis 2010 durchgeführte Pilotausbildung von islamischen Krankenhaus- und Notfallseelsorgern wurde vom Bundesinnenministerium, der Georges Anawati und der Dr. Buhmann Stiftung gefördert und in Kooperation mit der Ev. Akademie der Pfalz durchgeführt. 

Dabei wurden mit den Inhalten, Referentinnen und Referenten, den begleitenden Bedingungen und den Ausbildungsteilnehmerinnen und Teilnehmern viele Erfahrungen gemacht. 2011 wurden dann die Ausbildungsgänge vom Mannheimer Institut evaluiert. Umfangreiche Änderungen ergaben sich bei den Ausbildungsinhalten, die ergänzt wurden, was sich auch auf die Dauer der Ausbildung ausgewirkt hat. 

 

Entschieden wurde auch, dass Ausbildungsregionen wie z. B. die Metropolregion maximal eine Wegstrecke von etwa 70 km zum Ausbildungsort aufweisen sollen und die Ausbildungsdauer, eingerechnet aller Ferientermine, auf elf bis maximal dreizehn Monate begrenzt wird. So vorbereitet wurden dann im zweiten Halbjahr 2012 neunzehn Seel- sorgerinnen und Seelsorger ausgebildet, die von 21 Krankeneinrichtungen in der Metropolregion aufgenommen wurden. 

 

2013 hat sich das Land Baden-Württemberg in zwei Schritten zur Förderung der islamischen Krankenhausseelsorge mit dem Ziel der landesweiten Etablierung entschlossen und fördert den weiteren Ausbau jetzt auch in den Jahren 2020 und 2021. Im Laufe der Folgejahre wurde aufgrund der positiven Ergebnisse die Förderung der Gefangenenseelsorge in 2016 beschlossen. Mehr zur Entwicklung von 2013 bis 2018 in der nachstehenden Übersicht

• Acht Ausbildungsgänge an den Standorten Sigmaringen, Heidenheim, Stuttgart, Mannheim und Offenburg

• Ausbildungsgang Gefangenenseelsorge 2016

Ab Januar 2020 werden in allen Justizvollzugsanstalten in Baden- Württemberg die muslimischen Gefangenen seelsorgerisch betreut. Die Gefangenenseelsorgerinnen und Seelsorger haben zuvor die Basisausbildung und Zusatzausbildung Krankenhausseelsorge absolviert und waren mindestens zwei Jahre als Krankenhausseelsorgerin oder Seelsorger tätig.

Ende 2019 sind 130 Seelsorger*innen mit Herkunft aus der Türkei, den Balkan-Ländern, Nord- und Schwarzafrika ausgebildet worden. Sie bringen den kulturellen und religiösen Hintergrund mit, sprechen ihre Muttersprache und Deutsch. 

Die Mehrzahl betreut in rund 105 Krankenhäusern, Kliniken und psychiatrischen Zentren, teilweise in Mehrfachbesetzung, muslimische Patienten.

Einige sind auch in Flüchtlingsunterkünften tätig, wo die seelsorgerische Betreuung große Wirkung entfaltet.

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